Die Satinkrankheit

OSTEODYSTROPHIE (OD)

BEI SATINMEERSCHWEINCHEN !

Diese Erkrankung bei Satintieren trat besonders häufig gegen Ende der neunziger Jahre auf. Die Tiere erkrankten in den verschiedensten Altersklassen und konnten nicht geheilt werden. Es trat ein Gewichtsverlust auf, trotz normaler Futteraufnahme. In Folge nahm dieses ab und es kam zu stark eingeschränktem Bewegungsablauf. Die Tiere lagen viel und zogen das oben liegende Hinterbein an den Körper an. In diesem Stadium, das sicher mit Schmerzen verbunden war, blieb eigentlich nur die Alternative, das Tier zu erlösen. Diese Erkrankung beruht auf einer Stoffwechselstörung im Auf und Abbau der Knochensubstanz. In diesem Fall wird dem Knochen Calcium entzogen, aber nicht wieder auf gebaut. Stattdessen bildet sich ein Fasergewebe welches das Skelett instabil werden lässt. Dies betrifft besonders das Kiefer- und Hüftgelenk. Der Verdacht das es sich bei der OD um eine Erbkrankheit handelt konnte leider bisher nicht wissenschaftlich bewiesen werden. Es gab eine Studie mit ca. 60 Tieren (alles nur Satintiere, keine Satinträgertiere), aber auch hier gab es nie feste Beweise, ob die besondere Genetik des Satinfelles für die OD verantwortlich ist oder ob es alle Satintiere betrifft. Leider wurde diese Studie dann auch noch vorzeitig ab- gebrochen. Es gab im Juni 2001 anlässlich der 14. Bundesdeutschen Meerschweinchenausstellung in Frankfurt, einen Vortrag mit Röntgenbildmaterial zur OD von Dr. Anja Ewringmann. Von ihr stammt die Beschreibung der Osteodystrophie.

Nach den letzten Studien vom 02.06.2001 bestehen Zweifel ob es tatsächlich alle Satintiere betrifft und genau das gilt es weiter zu beobachten. Denn in den letzten Jahren gibt es immer mehr Satintiere, die groß und gesund alt werden, vor allem keine Anzeichen der OD bieten. Erkrankungen die alle anderen Meerschweinchen auch haben können, wie z. B: Probleme bei Trächtigkeit und Geburt, kann man nicht der OD anlasten. Es wird immer Satintiere geben, denn die Quote der Satinträger in den Zuchten ist immer noch sehr hoch. Es werden also auch zufällig sehr viele Satintiere geboren und es gibt Zuchten, wo es keine OD gibt. Denn das Satin-Gen kann über viele Generationen vererbt werden, bevor es sichtbar zu Tage tritt.

Vielleicht entstand diese Krankheit ja auch durch Zuchtfehler!! Man sollte also diesen Tieren eine Chance geben und nicht versuchen sie auszurotten. Eine verantwortliche Zucht und Beobachtung, bietet vielleicht bald neue Erkenntnisse.

ALLERDINGS SOLLTE FOLGENDES BEACHTET WERDEN !!

*Satin nicht mal Satin verpaaren, es könnte der Auslöser der OD sein !!

*Nur kräftige und große Tiere ab 1000g in die Zucht nehmen

* Satin mit Normalhaar oder Satinträgern verpaaren

Anzeichen der OD sind, Gewichtsverlust, schlechtes Fressverhalten (nur Weichfutter) häufiges liegen und ein hoppelnder Gang. Diagnose der OD nur durch röntgen möglich.

Hauptquelltext: MCF e.V G.Lang

Erfahrungsbericht von Erika Ulferts:

 

Ich glaube es gibt wohl in Meerschweinkreisen niemanden mehr der nicht etwas über die Satinkrankeit gehört hat.  In letzter Zeit ist ja auch viel darüber diskutiert worden.    Aber ob nun weiter züchten oder nicht, fest steht das es schon viele Tiere gibt die diese Krankheit in sich tragen und das es nicht zu vermeiden ist, das noch viele Tiere erkranken.

Ich möchte Euch nun hier meine eigenen Erfahrungen mit dieser Krankheit schildern:

Es geht dabei um ein Medikament mit Namen Spenglersan Kolloid R  (über jede Apotheke ohne Rezept  zu erstehen)  Zuerst möchte ich   kurz erzählen, wie ich auf dieses Medikament gekommen bin, damit Ihr selbst entscheiden könnt, ob Ihr das Mittel anwenden möchtet.

Also, ich erkrankte vor circa 2 Jahren an einer rheumatischen Erkrankung - Ursache unbekannt - Diagnose - keine Ahnung. Ich bin durch die Gegend geschlichen wie eine 90-jährige und konnte mich im Bett fast nicht umdrehen so unbeweglich war ich und so starke Schmerzen hatte ich. Nachdem die Ärzte immer nur das gleiche sagten und ich mit den Behandlungsmethoden überhaupt nicht einverstanden war - ging ich zu einer Heilpraktikerin. Mit drei verschiedenen Spenglersan Präparaten und einer Entgiftung schaffte Sie es, das ich innerhalb von 8 Wochen beschwerdefrei wurde.

So das war die Vorgeschichte: Jetzt zu den Meerschweinchen! Eines meiner ersten Rassemeerschweinchen war ein Roter Satinbock - unser Speedy. Als ich die ersten Symptome an ihm bemerkte wusste ich noch gar nichts von der Satinkrankheit. Er kam  mir zuerst ja auch nicht krank vor, sondern nur merkwürdig - ich hatte noch kein Meerschweinchen so hoppeln sehen. Als ich dann genaueres über die Krankheit erfuhr, ging es mit seiner Gesundheit auch schon merklich bergab. Er legte sich oft auf die Seite und schonte so seine Beine. Außerdem nahm er - noch nie besonders kräftig gewesen - ständig weiter ab.

Sein ganzes Verhalten erinnerte mich so an meine eigene Krankheit, das ich nach langem überlegen - ich wusste ja nicht ob er das Medikament vertrug - den Versuch wagte und begann ihn zu behandeln. Schlimmer konnte es ja nicht werden und die Tierärzte hatten ja auch ganz offensichtlich keine Alternativen. Das Medikament wird über die Haut aufgenommen. Beim Menschen wird es in die Ellenbeugen gerieben. Ich verabreichte ihm also zuerst einmal dann zweimal am Tag hinter jedes Ohr einen Tropfen des Kolloids.

Es brachte für ihn eine deutlich Besserung seiner Beschwerden, sogar das hoppeln verschwand und er nahm wieder zu. Leider kam die Behandlung aber doch zu spät für Ihn, er hatte noch einen schönen Sommer aber als die kältere Jahreszeit kam war der Verfall nicht mehr aufzuhalten, als er nur noch 500 g wog und ständig sehr erschöpft war habe ich ihn erlösen lassen. Die Röntgenaufnahmen bestätigten meine Entscheidung. Es hätte nicht mehr lange gedauert, dann wären seine Hüftgelenke einfach zerbrochen.

Das zweite so behandelte Tier war eine Satin Himalaya von Jenni Beyen. Auch dieses Tier begann zu hoppeln und abzunehmen. Nachdem die Tierärztin mit Cortisonspritzen nur kurzeitige Erfolge erzielte, behandelte Ciddy und Jenni  Stina ebenfalls mit Spenglersan. Allerdings zu einem viel früheren Zeitpunkt als das bei meinem Speedy der Fall war.

Nach kurzer Zeit war das Tier beschwerdefrei und hatte wieder volles Kampfgewicht.

Die Behandlung wurde noch ca. 8 Wochen mit immer geringeren Dosierungen fortgesetzt.    

Fast zwei  Jahre lebte Stina dann ohne irgendwelche Symptome der Krankheit. Sie ist leider inzwischen aus anderen unbekannten Gründen verstorben, aber auf den nach ihrem Tod gemachten Röntgenbildern waren keinerlei krankhaften Veränderungen erkennbar.

Leider gibt es keine vorher- nachher Röntgenbilder von den beiden Tieren mit denen man irgendwelche Erfolge beweisen könnte. Aber ich kann Euch versichern bei beiden Tieren gab es nach kurzer Zeit eine eindeutige Besserung im Befinden.  Stina hat übrigends bereits ein 3/4 Jahr nach Ende der Behandlung auf unserer Ausstellung den 1.Platz im Jugendpflegestandard und den 1. Platz in der Zuschauerwertung belegt. (s. Foto)

Wenn das kein Sieg auf ganzer Linie war!!!!!!!!!!!

Es gibt aus medizinischer Sicht keine Beweise dafür, das Spenglersan wirkt.

Viele würden sagen wir hatten nicht das Recht zu experementieren.

Daher muss jeder selbst entscheiden ob er es versucht. Ich würde es jederzeit wieder tun!

Liebe Grüße an Euch alle und Eure Schweinchen

Erika Ulferts

P.S. Ich weiß z.Zt. von noch einem Satinschweinchen das mit dem Medikament behandelt wird.  Werde auf der Homepage updaten ob und wie es geholfen hat.

 

 

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