Seltene
Rasse-Varianten
Die hier vorgestellten Rassen sind
bisweilen nicht im OMNC e.V. anerkannt. In einigen Clubs im In- und
Ausland werden sie in den Klassen: Seltene Variante gezeigt. In
Deutschland gibt es gelegentlich Züchter die sich diesen seltenen
Rassen annehmen. Und vielleicht etablieren sie sich eines Tages?
Somali
Ein Somali ist eine Rex-Rosette mit einer rauhen und mittelharschen Behaarung. Auf dem Körper befinden sich Wirbel (Rosetten) die möglichst einer Standardrosette gleichen sollen.
Die Schwierigkeit dieser Rasse: Durch das Koppelung von Rosette und Rex können die Rosetten und deren Form bzw. Zentren nicht immer klar zum Ausdruck kommen. Die Kämme sind nicht so hoch und senkrecht wie bei einer Standardrosette ausgebildet.
Beide Tiere wurden von Ines Just: Zucht Zappelkiste gezüchtet.
Ridgeback
Diese kurzhaarige Variante trägt einen klar ausgebildeten Kamm auf dem Rücken. Dieser wächst entgegen der eigentlichen Richtung. Hier dürfen keine zusätzlichen Rosetten im Kamm erscheinen.

Fotos von: Franziska Wehrli
Schopf Rex
Diese Variante besteht aus zwei Rassen. Hier wurden Englisch Crested mit Rexen verpaart. Meistens entstehen sie aus Zufällen. Schwierigkeit dieser Rasse: Durch die Rexstruktur wird die Krone beeinflusst. Form und Zentrum sind bisweilen nicht genügend ausgeprägt.

Schopf Teddys
Diese Variante besteht aus zwei Rassen. Hier wurden Englisch Crested mit US Teddy verpaart. Meistens entstehen sie aus Zufällen. Schwierigkeit dieser Rasse: Durch die Teddystruktur wird die Krone beeinflusst. Form und Zentrum sind bisweilen nicht genügend ausgeprägt.

Fotos von: Kerstin Hoffmann. Dieses Tier zeigt eine schöne Krone - die sehr selten ist.
Teddy Rosetten
Curly Rosetten
Dieses Semihaar-Locken Rasse sollen eine Wirbelung wie eine Standardrosette aufweisen. Schwierigkeit dieser Rasse: Hier prallen gleich 2 Faktoren, die im Grunde gegeneinander spielen - aufeinander. In dieser lockigen Behaarung verlieren sich die Wirbel (Rosetten). Die Kämme bilden sich leider nur unzureichend aus.

Mohair
- Jungtier
Diese Langhaar Variante wird seit einigen Jahren gezüchtet. Sie sind aus den Rassen: Angora x Texel oder Angora x Alpaka entstanden. Hier wird ein Langhaar-Lockentier mit einer typischen Angora-Wirbelung angestrebt. Manchmal zeigen gerade Jungtiere im Lockenfell die gewünschten Wirbel. Schwierigkeit dieser Rasse: Im langen Lockenfell verlieren sich die Wirbel und diese können sich nicht klar und deutlich zeigen.

Foto: Kings Country Stud
Das australische Sheba Mini-Yak ist ein Tier mit harschem, rauhem Fell und Rosetten. Der gegenwärtige Standard ist folgender:
KOPF: Soll breit sein mit kurzer Nase. Die Augen sollen gross sein, schön ausgeprägt und weit auseinanderstehend. Die Ohren sollen gross sein, geformt wie ein Rosenblatt und hängen 15
FORM UND Kompakt, stämmig und muskulös, breit in der GRÖSSE: Schulter und insgesamt von guter Grösse 10
FELL: Soll Pony haben, der über das Gesicht fällt 10
Wangenbärte 10
Struktur so harsch wie möglich, aber glänzend 15
Überall gleichmässiges, dichtes Fell 15
Felllänge nur bis zu den Füssen, überall gleichmässig lang, keine Schleppe 15
KONDITION: 5
PRÄSENTATION: Ohne Scheitel und naturgemäss mit Rosetten präsentiert 5
Gesamtpunkte 100
ANMERKUNGEN: Das Fell sollte harsch genug sein, um den Eindruck von Flachheit zu verhindern. Es sollte um die Rosetten an Schulter, Seiten und Rumpf vom Körper abstehen. Der Pony muss nicht das ganze Gesicht bedecken, die Gesichtszüge und die Backenbärte sollen sichtbar sein. Bei Meerschweinchen mit sehr dickem Fell kann es sein, dass die Rosetten nicht sichtbar sind, dies ist kein Fehler.
Diese Rasse wurde mehr oder weniger von einer Züchterin namens Wynne Eecen Anfang der 70er Jahre entwickelt. Es handelte sich um eine Kreuzung eines australischen Shelties und einer australischen Rosette. Zu dieser Zeit war das Sheltie in Australien ein sehr grosses, solides, grobknochiges Tier mit grossem, breitem Kopf und einem Fell, dass nie eine sehr grosse Länge erreichte, normalerweise nicht länger als die Füsse. Zur gleichen Zeit war das Rosetten-Meerschweinchen in Australien ebenfalls ein sehr grosses, solides Tier. Die meisten hatten 8 Rosetten oder weniger, sehr selten sah man 10 oder 12 Rosetten. Diese Verpaarung führte zum damaligen Sheba Mini-Yak, einem soliden Meerschweinchen mit harschem Fell und unterschiedlicher Anzahl von Rosetten. Bei dem Backenbart muss es sich um ein sehr auffälliges Attribut gehandelt haben. Dann jedoch wollten einige Züchter das Sheba Mini-Yak verbessern und kreuzten englische Peruaner ein. Dadurch verschlechterten sich drei Merkmale: erstens wurde das Fell feiner und seidiger ohne die erforderliche Harschheit, wodurch das Fell natürlich auch flacher wirkte. Zweitens änderte sich die Felllänge. Das Fell hörte nun nicht mehr bei den Füssen auf zu wachsen, sondern wurde immer länger. Es kommt seitdem immer wieder dazu, dass Tiere von Richtern disqualifiziert werden, weil das Fell geschnitten ist. Drittens verlor das Sheba Mini-Yak seine Grösse und Kompaktheit. Einige Züchter investieren viel Zeit und Mühe, um die ursprüngliche Qualität dieses Tieres wieder herauszuzüchten, aber es ist ein langer, langsamer Prozess. Die Meinungen über das Sheba Mini-Yak gehen in Australien sehr auseinander. Es gibt diejenigen, die sie als Mischlinge sehen und gerne aus dem Standard verbannen würden, und es gibt diejenigen, die sie als die schönsten Rassetiere in ihrem Stall ansehen. Eines kann man auf jeden Fall über die Sheba Mini-Yaks sagen: sie sind generell sehr gutmütig und sehr robust.

Foto: Kings Country Stud
Bericht von : Sigrid Toosen
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